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Manfred H. Freude


Die Verbitterung
tötet die Zukunft.
Wut verbreitet sich im Schlamm der Worte.
Wüten im Dreck der Politik.
Im Schmutz der blutenden Monstranz.
Die Ratten haben die Stadt längst verlassen.
Kurz vor Vergessen ist Vergangenheit Gegenwart.
Nicht nur Geschäfte schließen,
Auch Familien für immer.
Das Leben webt das Blut ins Geflecht.
Die Zukunft kommt mir entgegen.
Ich aber bin verwirrt.

 

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Die Lyrikszene ist abartig

  • Lyrikszene ist abartig

Die heutige Literaturszene, insbesondere die Lyrikszene ist anormal abnormal. Da suchen die „Lecktoren“ in Verlagen, die Herausgeber von Anthologien und Lyrikzeitschriften diese jungen, nackten Vögelchen und hacken mit ihren Spitzen in die jungen Leiber. Sie schnäbeln das junge Gefieder in abartiger Perversität. In ihren Verlagen und Zeitschriften halten sie eine Brutstätte alternder, veralterter Abnormer Verehrer der Poesie, die ihre Lektorate dazu benützen, sich selber und ihre untalentierten Ergüsse, mit diesem jungen Federvieh, sowie mit Hochbetagten Ordensgeschmückten Pfauen, zu garnieren. Sie sammeln, organisiert von einer Not, die jungen Hungrigen und Dürstenden, und bieten ihnen kulturbeflissen Champagner und Kuchen für zweifelhafte Dienste, um in ihrer Sprache zu bleiben: alles Lyrikspanner. Dort Büchner-Preisträger, hier Dr. Phil, dort Prof. Germanistik man kommt sich entgegen.

 

Die vertrauten gierigen Lyrikverleger

Die netten freundlichen Manuskriptprüfer

Die feisten stillen Rezensenten

Die kleinen Vögelchen zwitschern

 

Die alten Spanner warten

Und geben gut die Achtern

Ein Loch im System…

Bringen sie groß raus

 

pornografische Halbwüchsige

Zur Tarnung : Alte Preisträger

Darübermachen aller Sauereien

Hinten und Vorne mit Vergewaltigungen

 

Unschuldig alle

Wenn kleine Vögelchen zwitschern

Im Frühling

Und krächzen im Herbst

 

Was veranlasst sie zu diesem Verhalten? Selber talentlos, sind sie frustriert, kommen nicht an im Lyrikbetrieb zwischen Sonntagsdichtung und großer Lyrik. Was liegt näher als selber die Rolle einer Jury anzunehmen. Ihr wahres unbestätigtes und gehasstes Vorbild: Dieter Bohlen; und ihre Auffassung, : der kann sie alle haben. Wie in der Gruppe 47, alle hingen bei der Bachmann im Schoß. Vergleichbar mit Pädophilen die sich seitenweise Schund herunterladen, dort  lassen sie ihre Kindlein zu sich kommen. Zusammen, der Verleger auch ein Dichter, der Prof. und das junge Ding.

 

Nicht wählen

Nichtwählen noncreare –

von Manfred H. Freude

Nicht Wählen, Falsch Wählen,

Keine Wahl

Wählen = verifizieren = Heimtückisch

Nichtwählen = falsifizieren = rechtschaffen

….Mehr Genügsamkeit

 

Nichtwählen, Glück, Genügsamkeit, Befriedigung, Nichtaussuchen, noneligere – Nichtauswählen, noncreare – Nichtabstimmen, Nichtausersehen,  Nichterküren, Nichtauslesen, Nichterheben,

 

Wahllos stehen wir am

Wahltag vor unseren Urnen.

Es ist keine Wahl.

Es ist alles Wahl

 

In der Demokratie,

in der offenen Gesellschaft,

in der Freiheit

im Leben

 

Es besteht immer eine Wahl.

Zuerst die Wahl: wählen wir oder wählen wir nicht?

Wenn wir Nichtwählen, aus Glück oder aus Unzufriedenheit?

Wenn wir wählen haben wir bereits gewählt.

 

Vorwort:

Lassen Sie sich nicht durch die Überschrift, diesen Titel: Keine Wahl: „nicht Wählen“ verleiten, in die Irre leiten.

Es hat nicht eigentlich mit der politischen Wahl zu tun, wäre jedoch auch daran anzuwenden.

 

Ähnlich meinem Titel Escapistenlyrik und Eskapismus vertrete ich hier eine Vorstellung des Optimismus; des sich entziehen einer vorbestimmten ( von wem ) Mehrheitsauffassung von: Du Musst, du musst wählen, du musst deinen Teller leer essen, du musst dich so und so kleiden, du musst, du musst.

dies alles ist Moral. Es ist die Moral der Anderen.

Weiter bezugnehmend zu der oft falsch verstandenen Ansicht zu meinem Lyriktitel: Tödlicher Frieden. Hier wird immer der Krieg angenommen. Das Krieg tödlich ist, das ist wohl schwer zu bezweifeln. Aber es geht hier um Frieden. Nur der Frieden kann tödlich sein; der Krieg ist per se tödlich (immer tödlich, niemals untödlich) Der Frieden hat an sich friedlich zu sein, doch dies täuscht. Frieden ist so wenig friedlich wie Krieg immer tödlich ist.

 

Einleitung:

 

Wir wählen NIE und IMMER. Wahllos stehen wir am

Wahltag vor unseren Urnen.

Es ist keine Wahl.

Es ist alles Wahl. Wir wählen NIE und IMMER.

 

Wenn wir wählen haben wir bereits gewählt.

Wir wählen nicht zwischen schwarz und weiß, zwischen gut und böse, zwischen wahr und falsch. Wir wählen zwischen weiß und weiß, schwarz und schwarz; gut und gut, böse und böse; wahr und wahr, falsch und falsch. Unsere Vorauswahl haben wir bereits oder sie wurde bereits für uns getroffen.

 

Wir arbeiten. Beginnen dort wo wir nicht angefangen haben.

Anfangen. Anhäufen. Weiterkommen und wieder anfangen.

Immer im Kreis.

Fortschritt, das wir immer mehr wählen können.

Auswählen.

Auswahl und kommen doch nicht weiter

 

Aus den Erkenntnissen des amerikanischen Psychologen Barry Schwartz: Dieser weist nach, das der wachsende Wohlstand die Menschen nicht glücklicher macht. Obwohl sich das Bruttoinlandprodukt der USA in den letzten 30 Jahren mehr als verdoppelte trug dies nicht zum Glück der Menschen bei. Ein Grund für den amerikanischen Psychologen ist die  enorm gestiegene Wahlfreiheit in allen Bereichen des Lebens.

Wer zwischen einer kaum zu überschauenden Zahl von Fernsehkanälen, Jogurtmarken etc. wählen muss, gewinnt nicht ein mehr an Freiheit  ( wie ihm dies die Werbung suggeriert ) sondern erhöht nur Blutdruck und Stresspegel.

Je größer die Auswahl, umso mühsamer die Entscheidung. Bei jeder Auswahl muss man zwangsläufig auf alle anderen Alternativen verzichten. Kaum ist ein Produkt gekauft, erblickt man schon ein günstigeres Angebot. Aufgrund einer Fehlkonstruktion der menschlichen Natur schmerzen Verluste mehr als Gewinne erfreuen. Daher ist die Enttäuschung vorprogrammiert. Was ist zu tun? Mehr Genügsamkeit empfiehlt der amerikanischen Psychologe.

eine Lösung: Nichtwählen = Enthaltsamkeit.

 

Es wird gewählt. Was? Und Warum? Haben wir wirklich eine Wahl?

Nicht Wählen, nicht votieren; sich der Stimme enthalten; einen Weißen Stimmzettel abgeben. Dies ist die intellektuelle Zurückhaltung. Nicht das Nachlaufen hinter denselben Fehlern, den Worten, Köpfen, Lügen.

 

Bei der  Wahrheitsfindung und Übereinstimmung von Denken und seiendem ist es nicht mehr wichtig mit dem Wesen oder der Sache Übereinzustimmen.

Wir sehen die Wahrheit nun als das Denken mit sich selbst; d.h. mit dem Denken anderer Menschen. Begriff als Gewissheit löst hier den Begriff der Wahrheit ab. Das bedeutet: Habe ich auf meinem Teller ein Kalbsschnitzel und behaupte es sei ein Fischfilet, so brauche ich nur mit meinem Tischnachbarn abzuklären und es wäre ein Fischfilet. D.h. für die Wahl ob die Partei demokratisch oder undemokratisch ist ( sie wird es bestreiten) ich beginne mit einer imaginären öffentlichen Meinung nach der ich mich gleichschalte und wähle.[1]

 

 

Beispiele:

Theobald Tiger/Kurt Tucholsky:

Gedicht : vor und nach den Wahlen

und aus seinem Gedicht Parteimarsch der Parteilosen:

Theobald Tiger/Kurt Tucholsky: Gedicht

 

Nur wir, wir wissen janz jenau,

wat jeda machen soll.

Wir ssiehn vajnücht vorbei.

Wir sinn die Nullpachtei..!

 

Entfliehen hieße das, das sich drücken vor der Wahl zu wählen, das eine oder das Andere oder..?

1980 schrieb Hans Magnus Enzensberger das Gedicht:

 

Der Fliegende Robert

 

Eskapismus, ruft ihr mir zu,
vorwurfsvoll.
Was denn sonst, antworte ich,
bei diesem Sauwetter! –,
spanne den Regenschirm auf
und erhebe mich in die Lüfte.
Von euch aus gesehen,
werde ich immer kleiner und kleiner,
bis ich verschwunden bin.
Ich hinterlasse nichts weiter
als eine Legende,
mit der ihr Neidhammel,
wenn es draußen stürmt,
euern Kindern in den Ohren liegt,
damit sie euch nicht davonfliegen.

 

Aus dem «Struwwelpeter», dem Kinderbuch von Heinrich Hoffmann von 1845, wagt sich der kleine Robert, allen Warnungen zum Trotz, bei Regen und Sturm hinaus ins Freie. Er trägt, einen Regenschirm. Der Sturm packt ihn, und der Junge verschwindet als der «Fliegende Robert» in den Himmel. Eskapismus wie ihn Hans Magnus Enzensberger im Gedicht beschreibt. ( Aus diesem Eskapismus in diesem Gedicht erwächst die Escapistenlyrik. )

Für Enzensberger wagt sich der Robert davonzufliegen. Die Gesellschaft missachtet sein Verhalten. Er verhält sich anders als sie erwartet, nicht nach ihren Normen. Eine Deviation, ein abweichendes Verhalten gegen die Kantische Modalität. Einfach so davonzufliegen, statt einfach hier zubleiben. Und sich den Aufgaben zu stellen. Den Aufgaben die ihm, von der Gesellschaft, aufgegeben. Mache deine Aufgaben! Heißt es. Du musst deine Aufgaben machen!

Einfach so davonzufliegen. Wo kämen wir da hin. Und doch ( kein Auswandern, kein Exil ) nur ausweichen, einfach entfliehen. Eskapismus ist die lakonische Diagnose der Gesellschaft mit ihren Politikern, Anwälten, Richtern, Psychologen. Fliehen vor den An-Forderungen so nennen sie das. Kein Mitmachen, kein Engagement. Heraustreten aus der Gesellschaft, der Norm, der Formation. Diese Kritik erfolgt von Links. Sie  galt für die Klassiker, die Romantiker wie auch für die 68er. Jenen die nicht linientreu zur Fahne, zur linken Fahne standen und entflohen und trotzdem das Parteibuch hielten. Solidarität war gefragt kein Eskapismus.

Es wagt sich das Gedichtete, der „Dichte Gedanke“, das Gelesene, allen Warnungen des Dichters zum Trotz, bei (Gewalt) Regen und (Kampf) Sturm hinaus ins Freie. Der Gedanke trägt, einen Regenschirm. Der (Kampf) Sturm packt ihn, und der Gedanke verschwindet als der «Fliegende Eskapismus» im Himmel. Dem Robert aber stört das nicht. Für ihn ist es nicht mehr als richtig, das er sich bei diesem Sauwetter davonmacht. Er entzieht sich dem allgemeinen Klima und erhebt sich mit Hilfe seiner Phantasie in die Lüfte. In Wahrheit sind sie doch alle nur neidisch auf ihn. Den Erziehern entkommen. Eltern, Lehrern die mit ihren Parolen nur von Ihren Fehlern ablenkten und dressieren, disziplinieren wollten. Freiheitsberaubung, darauf wollte Robert sich nicht einlassen. Der Zögling hatte sich ent-zogen.

 

Der Leib ist die Bleibe in der sich der Leib befindet. Das Haus ist mit dem Leib verbunden.

Im Haus gewöhnt sich der Leib im Raum. Niedrige und Hohe Decken sind sinnliche Leiblichkeiten für Verletzbarkeiten. Alles Metaphern, alles Metaphern wie Schäume und Sphären. Um dem Körper nicht zu entfliehen brauchen wir keinen Verstand, wir brauchen eine zweite Haut.

 

Antithese: – Für den der nicht mitmacht, besteht die Gefahr, dass er sich für besser hält als die anderen und seine Kritik der Gesellschaft missbraucht als Ideologie für sein privates Interesse[2]

Diese Antithese gilt nicht für den Nichtwähler.

Er ist Wähler, er ist interessiert, er hat keine Ideologie.

Gerade weil er nicht wählt hat er sehr wohl das nicht und wieder nicht abgewägt. Keine Verblendung. Kein Fanatismus. Kein blindes Desinteresse für das Andere.

In der Französischen Revolution wählte man Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit oder Tod. Oder Tod. Das war noch eine Wahl.

Heute wählt man zwischen Freiheit oder Gleichheit oder Brüderlichkeit. Was für ein Unterschied. Heute stellt man der Freiheit, Gemeinschaft, Sozialismus gegenüber; welcher Widerspruch.

 

Für die Gewählten :  Alles reiner Selbsterhaltungstrieb und

der Wunsch zur Macht und zum Geld.

Darum drängen diese auch stets zur Wahl und anschließend werden die Gegnerwähler und besonders die Verirrten-Wähler beschimpft.

 

Politik: eine der Lösungen ist das Zulassen von Nichtwählen.

Eine eigene Partei der Nichtwähler; für alle, die Nichtwähler wählen,  plus die Stimmen die nicht zur Wahl gehen und sich einen schönen „Wahltag“ machen.

Sicher nicht die allerschlechteste Lösung.

Auch das dritte Reich wurde demokratisch gewählt. Das sollen wir nicht vergessen!

 

Wie schrieb der „Philosoph“ und Sänger Mick Jagger:

I can´t get no satisfaction,

Nein ich kann keine Befriedigung bekommen

Nein. Soviel ich auch wähle.

Wen oder was ich auch wähle.

Nein, nein ich finde keine Befriedigung.

 

 

  1. Nicht Wählen:

 

Wählen hat mit einer Entscheidung zu tun. Sie müssen sich entscheiden sagt man ihnen. Sie müssen wählen. Dies ist meist ein Ultimatum, bereits dieses: Sie müssen. Wer ich? Und müssen. Bin ich nicht frei bin ich nicht frei zu tun und lassen was ich will? Kann ich nicht frei wählen? und zwar zwischen Wahl und nicht Wahl. Und was heißt eigentlich hierbei dann müssen?

Nicht wählen ist hier ein Oxymoron.

Entweder heißt es Nicht oder Nein oder Stop. Oder es heißt Wählen und beim Wählen habe ich die Wahl, die Wahl mich zu entscheiden oder auch nicht! Ich entscheide zunächst gehe ich hin oder nicht, mache ich mein Kreuz oder nicht. Die Möglichkeit der politischen Wahl wären klar wenn man sagte: Sie haben die Wahl, entweder sie bleiben hier auf den Schienen stehen und werden vom Zug überfahren, oder Sie springen von dieser Brücke in diese Tiefe. Sie müssen sich entscheiden. Dies ist die Wahl auch die Wahl vor der die Demokratie gestellt ist. Dies War auch die Wahl der Weimarer Republik als Sie das dritte Reich wählte. Wir können nicht nachvollziehen wer und wie alles gewählt wurde. Klar ist nur das Ergebnis. Heute so zu tun als seien die Nichtwähler die Schuldigen ist der größte, ja der allergrößte Fehler.

 

 

 

 

  1. Nicht Wählen :

 

Jeder Bürger der nicht zur Wahl geht, zeigt seine Unzufriedenheit über die Poli­tik der Parteien und Produkten. So ver­hilft er gerade den Parteien und Produkten, die er nicht will, und der Demokratie zum Weitermachen und Bessermachen (Regierung wie Opposition).

Es ist ein großer Fehler, die Nichtwähler als desinteressierten Bürger zu bezeichnen. Sind es nicht zum großen Teil die Nichtwähler, die Für und Wieder überlegen und somit, nach reiflichem Nachdenken, keiner Partei ihre Stimme geben können?

Jeder Bürger der nicht zur Wahl geht, zeigt nicht nur seine Unzufriedenheit, sondern er verhilft der Partei die er nicht will, zu einer schwachen Regierung wie Opposition.

(er verhilft in Deutschland sogar den Parteien zu einem schönen Einkommen, das finanziert sich nämlich aus abgegebenen und nicht abgegebenen Stimmen, darum meine Empfehlung zur Wahl gehen und die Stimme ungültig machen, einfach weiß wählen, dann gibt’s nämlich NIX )

Es liegt nur an der Regierung und der Opposition, die Bürger entweder Zufriedenzustellen oder so zu Enttäuschen, damit in der einen oder anderen Weise doch eine Mehrheit und Wahlbeteiligung entsteht.

Der Erfolg eine größere Gerechtigkeit.

Die Nichtwähler bestimmen die Politik mit. Beteiligen sich aber nicht an Klüngel, schwarzen Koffern, Macht und Geldintrigen.

Endlich bestimmt des Volkes Mehrheit.

Nicht die Minderheitenregierungen die sich aus den „Verlierern“ die Stimmen zusammenschrubben.

Nur die Unfähigen argumentieren dann: ja wollt ihr denn wieder…

Nein, wir wollen nur die fähigsten Köpfe, das wollte auch schon Platon. Und wir wollen auch keinen Euro ausgeben für Funktionäre.

Nur das Nichtwählen kann zu Nachdenken und Veränderung in der Politik beitragen.

Im Übrigen ist Nichtwählen die demokratischste Form des Wählens in der Demokratie.

Die Masse und wie von Platon erkannt die Dummen, der Pöbel stimmen ab.

In der Griechischen „Demokratie“ (die Griechen hatten nie eine) redeten im Forum die Sophisten und wenn die Kriegsrede klappte war Stunden später schon Krieg. So schlimm war es nicht, aber so ungefähr.

Wahl also über die Zustimmung der Menge über die Aussage des Redners.

Wird wirklich genug überlegt wer gewählt wird, überlegen die Wähler?

Kann man von einem Politiker verlangen das er überlegt was er wählt, zum Wohle des Volkes? Oder wählt er nur seine Partei, weil er dort schon dreißig Jahre Mitglied ist, aus Überzeugung wie er sagt, oder Verblendung, die er selbst nicht erkennt oder weil er vor all diesen Jahren seine Wahl traf die er nicht revidiert noch falsifiziert..

Die sogenannten freien Wahlen im Parlament und im Rat sind doch auch nur vorher beschlossene Abstimmungen und keine Wahlen, Oder?

Und welche Wahl haben Wähler?

Es bleibt nur die Wahl zwischen Seuche oder Bösartige Seuchen und so wird in Deutschland seit Jahren gewählt, in der Demokratie, der Schönfärberei ( das heißt Lüge und Schmeichelei).

Solange Kanzler oder Politiker von maßloser Raffgier ( das ist nicht die historische, geschichtliche Raffgier, es ist die persönliche, die Eigennützige, die egoistische ) gekennzeichnet sind und nicht für ihre Entscheidungen gerade stehen müssen, kann man wählen wen man will, oder nicht. Aber richtig ist: „in der Demokratie ist es nicht nur dass in der Demokratie die Heuchelei ( das heißt Lüge und Schmeichelei) noch ärger ist.“

Gewonnen hat die Partei mit den meisten Stimmen. Aber: Es regiert meist, der, zur Mehrheit zusammengekehrte, Schrott.

Also schön, wählt den Schrott.. oder lässt es bleiben, und bitte, tragt gefälligst die Konsequenzen.

Wenn du die Welt verbessern willst, bei dir selber anfangen:

„You have to start with the man in the mirror“, heißt es in einem Popsong. Stimmt genau. Denn eine starke Gemeinschaft entsteht nur, wenn jeder auf seinem Posten anfängt sein Bestes zu geben.

Die Rezession mag wohl ein globales Problem sein, aber abgewendet wird sie an Ihrem Schreibtisch und dann stellst du fest, du kannst eigentlich gar nichts machen.

Diejenigen die du gewählt hast, haben selber mal wie du an Gitter gerüttelt, sind Taxi gefahren, während du für sie den Rücken krumm gemacht hast.

Wenn wir wählen haben wir bereits gewählt. Wir wählen zwischen richtig und richtig oder zwischen falsch und falsch. Für richtig oder falsch haben wir uns längst entschieden. Es sind nur bei den falschen die mehr falschen und bei den richtigen die weniger richtigen die uns zögern lassen.

Wenn eine Akustikanlage installiert ist und der Redner steht in der Mitte. Vor ihm hören die Zuhörer gut, hinter ihm schlecht. Der Akustiker sagt hier funktioniert die Akustik bestens, der Zuhörer versteht das nicht. Bei einer Alarmanlage funktioniert die Anlage beim Eindringen eines kleinen Vogels durch die Dachluke, sofort. Für den Installateur funktioniert die Anlage hervorragend, für die heranbrausende Polizei ein Fehlalarm. Es kommt nicht nur auf den Standpunkt an.

Hast du die wirklich gewählt? Und wie kommen Sie heute dahin rauf? Und DU runter? Die gewählten RAUF die Wähler RUNTER.

So ist das, wir sind frei, und sind auch frei zu/zum wählen.

Lassen wir es lieber. Das haben auch die letzten Wahlen gezeigt.

Es wäscht keine Hand die andere, das ist nur ein falsches Sprichwort. Die Hände Waschen sich immer gleichzeitig. Darum darfst du dich auch nicht für eine Hand entscheiden. Es werden immer beide benötigt. Auch bei der Wahl der Parteien.

Es besteht für jeden und zu jeder Gelegenheit eine Wahl.

Beispiel: die Demokratie ist wie eine gute Mutter.

Du bist fett aber die Mutter serviert dir weiter auf.

„Du musst essen, sonst wirst du krank. „

Musst du nun weiter wählen aus den fettigen Speisen, den Kuchen, den Süßspeisen. Iss, wähle.

Deine Mutter weiß was gut für dich ist. Iss, wähle.

Auch die Fast – Food Ketten sagen: Essen macht glücklich, lass dir nichts einreden. Esse bis du platzt.

Klüger wäre nicht zu wählen und trotz des verlockenden Angebotes zu verzichten. Gesünder. Sicher die bessere Wahl.

Natürlich können und sollen wir alle mitreden: wir haben doch noch Demokratie oder? Meinungen sind wie Mäuler, jeder hat eins.

Wenn uns dann eine Erziehungsinstanz (Eltern, Lehrer und vor allem Religion) eine Schuld einreden will, mit der wir ein schlechtes GEWISSEN oder vor einer höheren Instanz ANGST haben und wegen der wir noch irgendeine Buße tun sollen, so sind das zunächst einmal ABLENKUNGSMANÖVER und schließlich vor allem ein Herrschaftsinstrument und eine Unverschämtheit.

Es gibt also vor der Entscheidung zwischen Schuld oder nicht Schuld die Möglichkeit, den Dingen und Ankündigungen aus dem Weg zu gehen. Ich spanne meinen Regenschirm auf und entfliehe und erhebe mich in die Lüfte.

Ich habe die Wahl, habe ich die Wahl?

Keine Wahl Beispiele:

Wähle ich mein Einkaufsverhalten, gehe ich ins kleinere Geschäft, damit ich die Größeren boykottiere. Ich habe meine Wahl getroffen, aber habe ich mich für den Kleinen oder gegen den Großen entschieden. Was wollte ich? Die Arbeitsplätze sichern, oder den Geschäftsinhaber des Kleinen Geschäftes? Wie ist es mit den Arbeitsplätzen des Großen Geschäftes und mit seinem Geschäftsführer? Ging meine Absicht ins Leere? Ich kann wählen, aber ich kann nicht das Spiel beeinflussen!

Ich treffe eine Entscheidung, beim Fußballspiel entscheide ich mich für die schwächere Mannschaft. Ich habe meine Wahl getroffen, aber ich beeinflusse nicht das Spiel. Dies geschieht auch bei der politischen Wahl. Treffe die Entscheidung für eine der Großen Parteien oder eine Splitterpartei? Glaubst du immer noch du beeinflusst das Endergebnis.

Das Endergebnis wurde bereits in zahlreichen Vorwahlen getroffen. Es werden ständig Wahlen getroffen, lange noch bevor gewählt ist. Es wird gewählt, was gewählt wird wenn so oder so gewählt wird. Von jedem, zu jeder Sekunde, auch von Parteien vor den Wahlen.

Der Arzt wählt, dieses oder jenes Medikament und wenn es so oder so reagiert, dann schneidet er oder nicht. Er hat die Wahl, du hast die Wahl.

Wir treffen immer Vorentscheidungen. Vieles haben wir bereits gewählt. Viele Handlungen liegen bereits fest, wie das Zähneputzen. Alles ist bereits geregelt und läuft automatisch ab, es sei denn, da ist etwas anders, da steht plötzlich noch eine andere Zahnpasta, nun muss ich neu wählen, mich neu entscheiden.

Ordnung heißt die Vorwahl. Hier entscheidet sich bereits, lege ich fest, wähle was ich anschließend zu der vorbestimmten Gelegenheit benutze. Anschließend ist dann keine Wahl, es ist vorbestimmt. Ich umgehe die Wahl indem ich mein Leben sortiere.

Philosophisch:

Unsere Wahl ist die Frage unseres Standpunktes und der Wahl welcher Welt wir den Vorzug geben.

Die Erde dreht sich oder sie bleibt stehen, so wie wir es wollen.

…………………………………

So sagte der Vorstandsvorsitzende von Bayer Leverkusen, dem Hersteller von Aspirin, Manfred Schneider, zu Beginn der

Codex Alimentarius – Offensive 1995:

„Regierungen kommen und gehen, aber Bayer bleibt“.

Herr Schneider sagt es deutlich:

Sie können wählen, wen Sie wollen, wir üben doch die Macht aus.

Na ja, über ein paar Dinge dürfen wir nicht mehr reden und wollen auch nicht und ein paar Worte sind aus dem Deutschen Wortschatz gestrichen, Tabus, da brauchen wir auch nicht zu wählen: bei Zigeunerschnitzel, Negerkuss, Eskimo oder so. Dafür dürfen wir Hamburger oder Berliner noch (wiederhole noch) sagen.

Die Wahl beim einkaufen?: Warum stehen an den Kassen so lange Schlangen, wenn doch angeblich alles besser ist,  viel mehr Auswahl, viel größeres Angebot;..

Warum hatte ich früher in Spezialgeschäften ein viel größere Auswahl,…heute hab ich größere Märkte, mit viel mehr Ware, wenn ich spezielle Auswahl haben möchte finde ich in zehn Märkten nichts, überall die gleiche Soße;.

 

Sollen wir bei Zwangswahl/Wahlzwang ungültig wählen?

ich zitiere aus Studenteninfo philfalt SP-Wahl04

Wie sieht es also mit der Möglichkeit aus, „ungültig“ zu wählen. Eigentlich ein feine Sache, die auch bei freien Wahlen sein soll­te, dann könnten nämlich die Protestwäh­ler, die gerne wählen würden, aber eben nichts, was auf irgendeiner der Vorhande­nen Listen steht, gesondert von den Nichtwählern, die eher als politisch desin­teressiert betrachtet werden müssten, wahr­genommen werden, was vielleicht auch schon zu einem Signal führen könnte. Das ganze aber unter Zwang, lässt die Grenzen wieder verschwimmen, denn so wählen die apolitischen genauso wie die Protestwäh­ler ungültig und es wäre wieder keine Aus­sage damit getroffen.  ……Wer soll denn eigentlich Wählen? Wählen sollten doch eigentlich nur die Menschen, die sich zu einem Thema schon ein eigenes Bild gemacht haben, weil ohne eigenes Bild ist eine eigene Wahl nicht möglich. Steckt denn dann in einem Zwang zur Wahl nicht auch die Gefahr, dass apolitische Menschen sich eben vom buntesten Plakat oder der plattesten Propaganda fangen lassen und einfach irgendwas ankreuzen, weil ein or­dentlicher Demokrat wählt ja nicht ungül­tig.

Mensch könnte jetzt auch sagen, dass im Zwang wenigstens noch die Chance steckt, dass sich mehr Menschen für die Politik in­teressieren und sich kundig machen, also ein eigenes Bild erstellen. Stellt sich mir aber die Frage: Will ich denn, dass sich die Menschen unter den heutigen Bedingungen und der heutigen Informati­onslage allgemein zugänglicher Medien ein Bild machen? gegge

 

Sir Karl R. Popper Zitat: 

„Die zynische Geschichtsauffassung sagt, dass es – in der Geschichte,, wie auch überhaupt Gier ist, die regiert: die Habsucht, die Geldgier, das Gold, das Öl, die Macht. So war es und so wird es wohl immer sein; es ist so in der Despotie, und in der Demokratie ist es nicht nur dass in der Demokratie die Heuchelei (Lüge und Schmeichelei) noch ärger ist.

: Was nützt mir die Freiheit und mein Wahlrecht, wenn ich nichts zu essen und keine Wohnung habe? Die Mehrheit der Bevölkerung ist abhängig beschäftigt und im Arbeitsleben gibt es keine Demokratie und Freiheit. Man kann in einer Demokratie zwar den Bürgermeister seiner Stadt wählen, aber nicht den Chef des Betriebes, in dem man arbeitet. Wer teilhaben will am materiellen Wohlstand, ist gezwungen, auf seine Freiheit und seine demokratischen Rechte partiell zu verzichten.     Zitat Ende

 

Erkenntnis

 

Egal wen ihr erwählt

bleibt ihr doch – ungeliebt

schon die Wahl ist euer Tod

Wenn ihr entscheidet

seid ihr blind

wenn ihr ablehnt

seht ihr klar

 

Ihr zweifelt noch? Gut das ihr denkt

wer weiß denn was die anderen

denken oder wen sie wählen?

wenn sie Menschen wählen nicht ein Tier

so macht die Liebe alle Wähler blind

 

Reden miteinander soll es geben

doch wer weiß schon ob der Andere lügt

Wer wählt ist noch nicht selbstbewusst

Es ist so schwer die Maske zu durchbrechen

wenn man den Kandidaten nicht auf frischer Tat ertappt.

 

 

ABSCHAFFEN DER POLITIK

 

Geh mir fort mit deinem politischen Gewäsch

Ich brauch mir meine Schlächter

nicht zu wählen;

Kann leicht verzichten – auf die hohe Politik

 

Ich könnt in Frieden LEBEN

..wenn man mich ließe.

Auf Politiker verzichten,

unregiert und Adlerfrei

 

Der Welten Lauf wird es schon richten

und sparen mir viel Geld dabei

Freier Lauf und Klarer Blick

 

Abschaffen von Politik

Wie im Urlaub wäre das Leben

Statt dem Nehmen wär’s ein Geben

 

Die Argumentation wichtiger Wissenschaftler, die Nichtwähler hätte eine geringere Soziale Kompetenz, ist nicht nur aus der Luft gegriffen.

Sie ist die buchstäbliche Arroganz der Macht der Demokratie und der offenen Gesellschaft, in der jeder glaubt er könne sich herausnehmen und beschreiben wie es ihm beliebt. Oft ganz entgegen eigener Meinung oder frei nach dem Motto: Wessen Brot ich fresse, dessen Lied ich sing. Sind diese Wissenschaftler nicht selber von mangelnder sozialer Kompetenz. Basiert ihre Wissenschaft nicht auf mangelnder Erkenntnis und wahrem Wissen. Und wissen sie eigentlich was sie anrichten wenn sie solche Ergebnisse aufstellen. Wenn sie z.B. sagen wenn einer nicht wählt, das schadet nur der Demokratie. Ja, und was soll der Nichtwähler denn wählen bitteschön. Wenn der Wähler davon ausgeht, die großen Parteien sind alles ein Brei und dabei kann man sich nicht entscheiden, muss also Nichtwählen. Und der extrem linke und extrem rechte Rand, der wenigstens Änderungen verspricht. Soll der Wähler den wählen? Dann rufen die Wissenschaftler: geringe soziale Kompetenz, Protestwähler – Keine Demokraten. Nach dieser Einstellung ist der Nichtwähler wohl der bessere Demokrat, ja er ist vielleicht sogar der einzige Demokrat, weil die Demokratie auch immer noch ein Stuck Freiheit ist. Wir hängen verursacht durch das System das wir auch Fairerweise Demokratie nennen, immer mehr am Tropf unserer Regierung, das nennt sich: mehr Staat. Sozialismus der Mitte, der von rechts bis links reichen soll. Der hier grünt in tief durchgepflügter Erde das Pflänzchen für diesen falschverstandenen neuen Sozialismus der Mitte, der von rechts bis links reichen soll. Früher war der Beamte mit Pickelhaube oder Uniform, (vor dem sich Kaufmann und Handwerker und Tagelöhner bis zum Boden verneigten) die Respektperson.  Nach dem Wirtschaftswunder lebten Handel, Handwerk, Arbeiter, Beamte  in Frieden und Wohlstand. Heute verschaffen sich die letzten Staatsdiener und Vollstrecker im Schlabberlook Respekt indem Sie auch die letzten Reste von Wirtschaftswachstum Plattmachen. Das kann ein Beamter, Manager oder Politiker nie verstehen. Diese sind nur in der Lage Sprüche ohne Eigenverantwortung und Folgen für ihre selbstbestimmten Gehälter loszulassen. Den Eigenständigen setzt man einfach beim Sozial-Staat, Sozialisten-Staat, den Stuhl vor die Türe. Erspartes ist längst in den Betrieben zerflossen. Selbst die Zukunftssicherung, die soziale Altersversicherung, wird von den Banken geköpft. Ja, wenn ein Minister „durchdreht“ kann er die Korken knallen und die Puppen tanzen lassen. Im Gegensatz zu Unternehmern, Arbeiter oder Angestellten. Den Arbeitern und Angestellten aus geschlossenen Betrieben erwartet dasselbe Schicksal, das Sie zuvor bei den Händlern und Handwerkern belächelten. Wir leben nun in einer Steuer-Politik alles wird gesteuert wie besteuert. Früher trieben uns die Politiker in Kriege, heute treiben sie uns in den RUIN. Es ist längst zu spät. Jeder Bürger der nicht zur Wahl geht zeigt seine Unzufriedenheit über die Politik der Parteien.  So verhilft er gerade den Parteien, die er nicht will, der Demokratie zum Weitermachen und Bessermachen (Regierung wie Opposition). Wir haben uns das so vorzustellen: Es gibt Vegetarier und es gibt Fleischesser. Da sich aber beide Parteien nicht einigen können, ist man dazu übergegangen nur noch Kuchen zu servieren. Ich muss natürlich, um als Einzelner zu überleben, essen. Aber ich muss nun nicht aus den Kuchen auch noch wählen und ah und oh rufen. Ich habe mich damit abzufinden, wenn ich kein Salat und Fleisch bekomme; und das weltweit. Ich kann also nicht sagen ich will den Kuchen nicht. Dann muss ich entweder zu den Salatessern oder zu den Fleischessern. Das ist die Demokratie. Und da wir nun einmal in einer solchen leben haben wir auch nichts zu wählen? Oder? Ein strikter Vegetarier kann in einer Metzgerei nichts wählen. Er muss sich zwangsweise übergeben. Und doch wählen wir so. Den Fleischessern geben wir die Wahl: entweder Salat und Körner oder du bist verantwortlich das Tiere ermordet werden. Arbeitet nicht die eine Partei mit diesem Mittel wie früher die Fundamentalen, die religiösen und die Nationalen, aber lassen wir das. Warum wählen: Beispiel Aktiengesellschaften – wenn eine Fraktion doch eine Mehrheit mind. 51 % besitzt es ist doch eine Farce und im kleinen z.B. 5.8.04 Stadt Aachen verteilt Karten für eine Großveranstaltung an über 1000 Menschen und fragt die Bestellten, wie sie die Karten verteilen soll. Welche Wahl ist das und welche Frage, ohne die Leute vorher zu informieren, das lediglich 200 Karten zur Verfügung stehen. Was für eine Wahl!

Aber, so wird heute gewählt.

Zitat: Jean-Paul Sartre, der sich mit dem Widerspruch beschäftigt hat: «Niemals waren wir so frei wie unter deutscher Besatzung.» Er wollte damit ausdrücken, dass die Franzosen niemals zuvor so vor die Mög­lichkeit der Wahl gestellt waren, entweder mit der Besatzungsmacht zu­sammenzuarbeiten, der Regierung von Vichy passiven Gehorsam zu lei­sten und damit freiwillig Knechtschaft zu wählen oder die Tyrannei zu verweigern, in die Resistanze einzutreten mit der Absicht, heroische, wenn auch gefährliche Taten zu vollbringen. Und sein Beispiel von dem Sohn, der sich entscheiden muss ob er der Resistanze beitritt oder bei seiner todkranken Mutter bleiben soll wie soll er wählen? Sartre sagt: wie er sich auch entscheidet, er hat bereits vorher gewählt.

Niemals waren wir so frei als zu dem Zeitpunkt, wo wir keine Wahl hatten. Was ist Freiheit? Paul Valery hat gesagt, dass Freiheit «eines dieser abscheulichen Wörter sei, die nach mehr klingen, als sie in Wirklichkeit sind, die mehr Bedeutung als Sinn haben». Für gewöhnlich heißt frei sein einfach: tun und lassen können, was man will, wie man will und wann man will. Dieser Sinn umfasst übrigens das, was die Physiker unter dem Begriff verstehen, der Stein fällt im <freien Fall>. Dies bedeutet, ohne alle Einschränkungen zu handeln, alle Verbindlichkeiten zu verweigern. Der Säugling illustriert diese launenhafte Freiheit, wo gleichzeitig alles Mögliche erlaubt ist. Aber diese Freiheit gibt er bei der Geburt ab. Ab diesem Zeitpunkt hat er Pflicht der Gesellschaft gegenüber und kann dafür: Wählen, nicht aussuchen nicht: eligere – auswählen.. Dostojewskij hat diese totale Freiheit als Mutwillen beschrieben. Möglicherweise gibt es keine menschliche Realität oder Gesellschaft wo man wirklich tun kann, was man will. Dafür müsste man auf einer einsamen Insel leben wie Robinson, bevor er Freitag entdeckte. Robinsons Freiheit entfremdet den armen Freitag. Anders gesagt, Robinsons Freiheit hört da auf, wo diejenige Freitags beginnt. Es ist eine Illusion, völlig mutwillig handeln zu können. Wir sind zwar von diesem Wunsch besessen; es gibt aber immer Motive, Gründe oder irgendwelche treibenden Kräfte (z. B. für das Verbrechen) wie gefühlsmäßige Schwin­gungen, die unsere Handlungen determinieren. Da liegt der Hase im Pfeffer. Absolute Freiheit wäre Indeterminismus; aber seit 2500 Jahren streitet man sich unter den Gelehrten um die Er­kenntnis, ob ein totaler Indeterminismus existiert oder ob dies nicht eine pure Erfindung der Philosophen und der Religion ist. Schon die Stoiker beugten ihr Haupt vor dem Schicksal, das heißt vor der Determination unserer Handlungen, wohingegen die Epikureer behaupteten, dass eine totale Indetermination von der Materie den Menschen freie Wahl lasse. Wenn wir versuchen, das Problem auf eine politische, ökonomische und soziale Ebene zu heben, wird es vielleicht klarer. Man spricht dann von Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Gewissensfreiheit. Man erlaubt oder verbietet der Gemeinschaft, sich zu versammeln, sich zu artikulie­ren, sich zu vereinigen oder abzustimmen. Aber es ist falsch anzunehmen, dass aus der Bewilligung aller politischen Freiheiten notwendigerweise folgt, der Mensch als soziales Wesen könne absolut tun und lassen, was er will: Materielle, soziale und politische Einschränkungen begrenzen den Menschen in vielerlei Hinsicht. Obwohl sich alle Wahlprogramme auf das Wort <Freiheit> berufen, zwingt die Ausübung der Macht das angeblich freie Individuum, Einschränkungen zu akzeptieren, die es an sich verweigern wollte, Widersprüche und Kompromisse zu ertragen, die es verspro­chen hatte zurückzuweisen. Jean-Jacques Rousseau, einer der bedeutendsten Staatsphilosophen aller Zeiten, kommt zu dem Schluss, dass Freiheit Gehorsam gegenüber dem Gesetz ist, dem man sich verschrieben hat. Anders ausgedrückt besteht also Freiheit nicht darin, Gehorsam zu verweigern, Zwänge zu verneinen, Determination abzuweisen. Sie besteht gerade darin, dies alles auf sich zu nehmen, indem man versucht, erst zu überlegen, bevor man handelt; möglichst klar und vernünftig zu urteilen, um nicht durch Ausschweifungen aus allen Ordnungen herauszufallen. Nicht die Anarchie, die als Domäne der wahren Freiheit erscheint, sondern die Ordnung gewährt dem Weisen eine wohltemperierte Freiheit. Wir wollen also nicht den Anarchisten mit dem freien Geist ver­wechseln. Im ökonomischen Bereich ist das Problem noch schlimmer. Die Fran­zösische Revolution hat versucht, alle Zwänge per Gesetz abzuschaffen: «Laissez faire, laissez passer» (Grundsatz der freien Wirtschaft). Diese Philosophie der Freiheit hat man oft als Liberalismus bezeichnet. Aber es hat sich sehr schnell als wahr erwiesen, dass diese angebliche Freiheit der Preisbestimmung, des Warenaustausches, der Arbeit etc. nur dazu führte, das Allernotwendigste für die armen Leute unerschwinglich zu machen, und die Steinreichen, die man später die Kapitalisten nennt, noch reicher zu machen und ein riesiges Proletariat zu schaffen, das mehr und mehr von der herrschenden Klasse ausgebeutet wird. Von daher auch der Ausspruch Lacordaires: «Zwischen den Reichen und den Armen un­terdrückt die Freiheit und befreit das Gesetz.» Zitat Ende

Und sie bewegt sich doch.

Müssen wir die Diskussion vielleicht auf einer mehr psychologischen Ebene ansiedeln? Wir haben alle ein Gefühl von Freiheit. Genügt dieses Gefühl, frei zu sein, uns auch die Gewissheit zu geben, frei zu sein? Wir wollen gut überlegen: Jahrhundertlang haben wir geglaubt, so wie wir es noch immer physisch erleben, auf einem Fixstern zu leben (die Erde dreht sich nicht). Aber muss man deshalb daraus schließen, dass die Erde ein Fixstern ist, um den die Sonne kreist, wie dies Ptolemäus behauptete — was mehr als tausend Jahre von der Kirche verteidigt wurde, bis Kopernikus und Galilei diese Ansicht durch ihre Untersuchungen endgültig für falsch erklärt haben.

Und was hat die Kirche selbst lange nach besserem Wissen nicht alles versucht die alte Behauptung aufrechtzuerhalten und erst ganz, ganz langsam die Wahrheit zuzulassen. So ist das auch bei den Wahlen in der Demokratie der offenen Gesellschaft. Erst Schritt um Schritt um Schritt (meist rückwärts) ändert sich etwas, nach der Philosophie von Karl Popper? Was haben wir nun bei der Wahl für eine Freiheit. Es stimmt schon. Wir sind wirklich frei wenn wir die Wahl haben zu wählen. Das ist das bisschen Pseudofreiheit was uns bleibt. Wir haben die Wahlfreiheit, vorausgesetzt die Wahl ist selber frei. Aber wenn wir gewählt haben, im selben Augenblick sind wir Unfrei. Wir sind dazu bestimmt das zu nehmen was wir wählten. Wir dürfen uns selber die Brücke aussuchen unter der wir schlafen wollen. Sagte ich wollen? also sind wir doch unfrei. Unglücklicherweise gibt es keine menschliche Realität oder Gesell­schaft wo man wirklich tun kann, was man will. Dafür müsste man auf einer einsamen Insel leben wie Robinson, bevor er Freitag entdeckte. Robinsons Freiheit entfremdet den armen Freitag. Anders gesagt, Robinsons Freiheit hört da auf, wo diejenige freitags beginnt. Es ist eine Illusion, völlig mutwillig handeln zu können. Es ist auch eine Illusion völlig frei wählen zu können. Glaubt Freitag denn er habe die Wahl auf der Insel zu bestimmen, nach einer freien Wahl? Und wenn zehn Leute auf der Insel sind und die Mehrheit bestimmt, werden sich bei unpopulären Fragen immer wieder andere Mehrheiten bilden. Wie in unseren Demokratien.  Wir wählen.. Und jede Partei gewinnt, nein – ja es ist so am Wahlabend. Die eine Partei erhält die meisten Stimmen und verliert. Ja, weil sich immer neue Konstellationen bilden. Es bildet sich eine neue Partei, weil die regierende soviel Fehler macht, die Partei erhält viele Stimmen weil man gegen die Regierung wählt. Eine andere Partei erhält die meisten Stimmen, aber die mit den Fehlern regierende und die neue Partei bilden eine Koalition und die alte Regierung darf ihre Fehler weiterspinnen, Nicht? Doch! Wie wäre das im Verein? Wir wählen den Vorsitzenden, der sucht nach der Wahl eine Gruppe aus die einschneidet das die übriggebliebene Minderheit eine Mehrheit bildet und dann aus ihrer Reihe einen Vorsitzenden bestimmt. So läuft das doch bei den Wahlen? Oder? Jeden Tag, ob Christen oder nicht, erleben wir den persönlichen Kleinkrieg unter den Mitmenschen, Nachbarn, Kollegen.. Wir erleben die direkte, und gesundheitlich lebensbedrohliche Kriegsdrohung der Macht. …wenn sie nicht mehr arbeiten ist ihr Arbeitsplatz gefährdet …wenn sie ihr Konto nicht umgehend auffüllen machen wir Ihre Familie, ihre Firma platt. …wenn ihr keine bessere Note schreibt, fliegt ihr von der Schule. Das sind keine leeren Drohungen; das ist Krieg pur, das ist heutiger Alltag. Das ist die Wahl zwischen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit oder Tod. Wer das nicht täglich erlebt ist mit seiner „Wahl“ zufrieden. Und wie verhält es sich mit den anderen täglichen Wahlen? Ob Rechtsanwälte, Verwaltungen, Krankenkassen, Behörden, Lehrer: …es werden berechtigte Forderungen, deren Anspruch der Einzelne nicht beeinflussen kann, mit brutaler, ja mit „aller-brutalster-weise“ und völlig rücksichtslos unter Berufung auf Gesetze ( die wir uns „angeblich“ selbstgewählt haben, die fast täglich verändert werden )  durchgesetzt. Die für bestimmte Menschen nicht gelten nach der These: Verträge können neu verhandelt werden. Diese Leute gehen reinen Gewissens mit Ehegatten, Freunden, Bekannten und Kindern zur DEMO für den Frieden. Kleinkinder und Kinderwagen vorgeschoben. Lieben Fremde, Hassen ihre Nachbarn oder auch umgekehrt. Sie haben für sich ihre Wahl getroffen. Stellen wir uns die Situation vor: Der Häuselbauer hat Probleme mit Grundwasser und kann seine Darlehen nicht mehr bedienen. Ja, glauben wir denn, der Banker, der Rechtsanwalt oder die Gläubiger ließen der Familie soviel Chancen, er stellt ihm nur eine Wahl. Wie im Film der Pate macht er einen Vorschlag den man nicht ablehnen kann. Von Plattmachen des Häuschens, wie Plattmachen der ganzen Familie reden Anwälte und Richter, mit („dem gewählten“) Recht und mit persönlichem Vergnügen. Und wir wählen, ja toll. Und wir sind dankbar selbstverständlich. Wir sind in unseren Zoologischen Gärten und auf unseren Inseln eingeschlossen und man erklärt uns: schaut da draußen ist Krieg, die haben keine Wahl, die können nicht wählen. Jeder Mensch wird in eine Familie hineingeboren, dabei hat er keine Wahl. Später, wenn Vater und Mutter sich trennen, hat er dann eine Wahl? Nicht einmal ein Mitspracherecht. Wenn wir in ein Autogeschäft gehen können wir wählen unter vielen Marken. Wir können aber auch sagen: Nein, ich will kein Auto. Wir können aber trotzdem als Mensch, Ingenieur, Techniker oder Umweltinteressierter über Autos mitreden, mitdiskutieren. Das Argument, wer nicht wählt darf nicht mitreden ist dumm. Nichtraucher dürfen auch über die Vor- und Nachteile von Rauchen diskutieren. Ich kann auch Flugzeuge verkaufen und über ihre Technik reden ohne selber eins zu fliegen oder zu besitzen. Selbstverständlich, alle haben die Wahl: nichts zu tun und das der „Wähler“ sie in Ruhe lässt. Frei und friedlich wie Gandhi. Sollten bei einer UN Hilfe 100 Brote an 1000 Menschen verteilt werden ist es friedlicher und edler nicht zu wählen.

Wie heißt es doch bei Schillers Tell:

»Der brave Mensch denkt an sich selbst zuletzt. «

Heute klingt es meist so:

»Der brave Mensch denkt an sich …(Pause)      …selbst zuletzt. «

Wer ist denn „ besser“ Goethe oder Dieter Bohlen? Natürlich Goethe.

Warum kaufen denn so viele Dieter Bohlen Bücher? Sind die dümmer?

Warum und wen wählen „die“?

Diese Leser gehen auch zur Wahl, werden dort „akzeptiert“.

Der übergroße Teil an Büchern wird nur von der Masse nach der Meinung der Masse gekauft. Ich muss gelesen haben was alle lesen. Bei Nachfragen im nahen Bekanntenkreis erhält man andere Ergebnisse. Das ist auch sehr Wie kommen diese Wahlergebnisse zustande. Macht es Sinn zu wählen? Kann man Wahlen durch seine Stimme beeinflussen?

Die Wähler belachen die bei Fernsehprogrammen die Soaps, die BigBrother, Dschungelcamp, Richtersendungen.

Aber sind darunter nicht auch politische Wähler?

Und wer von beiden Gruppen beeinflusst die Wahlen.

Jeder ist Wähler zu jeder Sekunde  immer und überall.

Es gibt einen gewissen Selbstregulierungseffekt, den auch eine bestimmte Entwicklung mit sich bringt,

Einsichten die von selber kommen durch Fehler lernen, Lerneffekte, und nur auf dieser Basis entwickelt sich die Geschichte, da sind Wahlen nur ein schönes Gesellschaftsspiel.

Wer entscheidet denn bei den Wahlen über die Demokratie?

Der Politiker? Der Rentner über die Rentenpolitik? Der Unternehmer über die Wirtschaftspolitik?

Bei der Französischen Revolution gab es noch die Wahl:

Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit  oder  Tod

….oder Tod.  Das war noch eine Wahl, oder ?

entweder Freiheit oder Gleichheit oder vielleicht Brüderlichkeit und Freiheit wie soll das denn, dann aber ohne Freiheit oder Tod dann aber Gleichheit also alle Tod also doch Krieg oder was?

und heute Freiheit oder Gleichheit oder Brüderlichkeit oder.. wir können uns nicht entscheiden. Und weil wir nicht entscheiden können, können wir auch nicht wählen.

Wie das Kind das zwischen geschiedenen Papa und Mama wählen muss und beide gleich unsäglich liebt.

„Grausam. Grausam ist es zur Wahl zu gehen“, würde Goethe sagen.

Der Souverän, also der Wähler ist überfordert, kompetente Politiker in die jeweiligen Parlamente zu wählen.

Gerade dies aber ist grundsätzlicher Ausdruck jeder Demokratie.

Die älteste Demokratie war eine Fehlentscheidung,

Platon in einer „Demokratie“ war gegen diese Form der Demokratie, er wünschte sich, das nur der weiseste und Beste in einer Demokratie regierte und das waren seiner Meinung die Philosophenfürsten.

 

Wenn wir uns entschieden haben nicht zu Wählen,

haben wir bereits gewählt!

Unser Gehirn hat gewählt, und wir denken

uns darauf eine Erklärung und Begründung.

 

Ich sah nun in einem Buddhistischen Schaufenster ein

Buch „TAO, das Kochbuch“.

Was?  Ein Kochen von Nichts, mit Nichts? Nichtkochen, Nichtessen?

Nach welcher Auswahl wählt man die Zutaten?

 

Was geschieht nun wenn wir in einem Döner – oder Hamburger-Laden stehen und wir sagen: „NEIN, ich wähle nichts, ich esse nichts.“

Wir würden sagen eine kluge Entscheidung.

Eben. Eine gesunde ebenso.

Das bedeutet auch, das Nichtwählen, sehr gesund und gut sein kann.

Und eine kluge Entscheidung ist.

In Exklusivem Gourmettempel.

Wir wählen nicht auf der Karte, wir lassen uns von der Küche überraschen, vom Koch, vom Soumillier. Wir haben NICHT gewählt, aber eine gute Entscheidung getroffen. Und doch haben wir natürlich gewählt?

Es ist also sehr klug „Nicht zu Wählen.“ Vielleicht sogar klug andere wählen zu lassen, andere die es besser wissen, mehr davon verstehen.

 

Ein Grund für Wahlkrankheit Stress laut dem amerikanischen

Psychologen Barry Schwartz sei die  enorm gestiegene Wahlfreiheit in allen Bereichen des Lebens.

Wer zwischen einer kaum zu überschauenden Zahl von Fernsehkanälen, Jogurtmarken etc. wählen muss, gewinnt nicht ein mehr an Freiheit ( wie ihm dies die Werbung suggeriert ) sondern erhöht nur Blutdruck und Stresspegel.

 

Warum drängt man uns aber immer : Wähle?

Es sind die Verkäufer, die Macher, die Hersteller von Wünschen.

 

Die uns unsere Wünsche präsentieren und sagen: wähle, und wenn nicht, dann…. Was dann? Dann bist du dumm?

Wer nicht ständig frisst und Alkohol trinkt ist dumm? Sicher nicht!

 

Nein, es ist gerade anders, wer entscheidet:

Ich Wähle! Ich Wähle: NICHT! Ich mache bei NICHT mein Kreuz.

Doch „nicht“ steht nun mal nicht auf der Speisekarte, also gehe ich vorbei und entscheide mich für mich persönlich.  Eine gute Wahl.

Wir treffen ständig und immer eine Wahl. Oft unbewusst. Aber es gibt nicht nur die Entscheidung Ja oder Nein, es gibt auch noch die Entscheidung sich nicht zu entscheiden, nicht zu wählen.

Um Nicht zu Wählen muss man Wählen

das heißt wer nicht wählt – wählt.

Ganz richtig Nichtwähler sind Wähler.

Das haben auch die Parteien in Deutschland begriffen und zählen jeden Nichtwähler als Stimme und kassieren.

Widerspruch zeigt das diese Wahl richtig ist.

Die Frage ist wann wir uns mit der Wahl zurückhalten sollen; also Nichtwählen.

Wenn man es nicht genau weiß hält man besser den Mund,

das wusste bereits Aristoteles.

 

Für Skeptiker Epochè Tropus

Die fünf Tropen der Zurückhaltung:

 

WIDERSTREIT = unentscheidbarer Zwiespalt, unfähig etwas zu wählen oder abzulehnen – Zurückhaltung- Epochè

 

Unendlicher Regress = Bestätigung des fraglichen Gegenstandes angeführte wieder andere bestätigen bedürfen u.s.f. ..

 

Relativität = Gegenstand ist so oder so, aber urteilende Instanz und Mitangeschaute nach seiner Natur nach – darüber halten wir uns zurück

Voraussetzung = Wenn Dogmatiker in unendlichem Regress beginnen ohne zu begründen einfach unbewiesen durch Zugeständnis anzunehmen fordern. Diallele ( Zirkel ) (di allilon: durch das andere ) =  dasjenige das den fraglichen Gegenstand stützen soll selbst der Bestätigung durch den fraglichen Gegenstand bedarf. Die Argumente der Wähler sind meist Fehlschlüsse. Sie müssen richtig verallgemeinern. Die Begründung: die Mehrheit hat durch Wahl entschieden, also ist die gewählte Partei die Beste, dies ist falsch. Ohne ein ordentliches Wahlangebot kann auch keine ordentliche Wahl stattfinden. Und ehrlich: in unserer Demokratie. Wie oft habe ich gewählt. Und die Partei hatte die meisten Stimmen. Und hat doch nicht regiert! Also! Wer wählt nun?

 

 

Autoreninfo :

 

www.myblog.de/freude

 

www.gedichte-freude.blog.de

[1] siehe Kant KrV Vernunft B 13

 

[2] Theodor W. Adorno * 11.Sep. 1903 in FfM + 6.Aug 1969 in Brig

Minima Moralia Reflexionen aus dem beschädigten Leben 1944

Bibliothek Suhrkamp 236 FfM 1951

 

Der Verein

Verein: Ernsthaft sein, ist die Schmach des Einzelnen. Es gibt keine Möglichkeit Energie in einem Verein unterzubringen. Eigeninitiative, eigenes Denken, alles das ist nicht gefragt. Im Gegenteil, es wird, als das Böse oder als Beleidigung aufgefasst. Die Götter und die Knechte. DAS wird im Verein gebraucht: – keine Soldaten, keine Helden. Die Helden sind alleine; Achill kämpfte alleine im unerbittlichen Zorn. Zorn, der im Verein alle verärgert. Selber angreifen und sich beleidigt fühlen, das ist die Art der Banausen. Sie lesen sich die Banalitäten zu und loben sich schleimig. Stehlen die Zeit der Ernsthaften. Und reden sich hymnisch zu. Das Heilige wird zum Törichten. Aber eigene Wichtigkeiten? Jeder ist nur sich selber. Warum ärgere ich mich? Warum ereifere ich mich? Nur weil ich die Häme in ihren Gesichtern sehe, mit der sie mir jede Ernsthaftigkeit absprechen. Auf ein ernsthaftes Wort folgt mit Sicherheit die Widerlegung. Die Gemeinschaft wird gemein. Das Gemeine ist in der Gemeinschaft.

 

DER MENSCHENAUTOMAT

Wir haben unsere Rechte abgegeben, wir sind der Menschenautomat

 

Menschenautomat die Metamorphose des Menschen

Ist die Metamorphose des Menschen tatsächlich möglich?

Diese Verwandlung vom Menschen zum Automaten in der Matrix?

 

Der Mensch ist ein überflüssiges Wesen, wird nicht gebraucht und wird von der Gesellschaft durchgefüttert, so oder so. Die Dinge sind nicht mehr für Menschen gemacht. Die Menschen sind die Diener der Dinge. Die ganze Geschichte der Menschheit war ein menschlicher Irrtum.

 

Man geht zum Grunde. In einem gewissen Sinne zugrunde, zugrunde.

Man arbeitet und kauft gleichzeitig.

Wir wollen uns produzieren, das heißt unser innerstes Zeigen. Das gibt es aber nicht. Es gibt nicht dieses Ich, das sich selbst ist und somit zeigen kann.

Wir müssen uns dem Anderen zuwenden, um in diesem Anderen unser sich selbst zum Ausdruck zu bringen.

 

Der erste Menschenautomat war Götz von Berlichingen, als Prothesenträger mit eiserner Hand, ein Menschenautomat. Der heutige moderne Mensch ist als Prothesenträger bei den paralympischen Spielen angekommen.

 

Maschinenphilosophie

Die Bestie im Menschen (eine Lokomotive, bringt Soldaten an die Front) (Emile Zola)

Naturalismus

Mensch und Technik Leben Mechanik

Maschine beflügelt, sie ist Teil des Lebens; Avatar.

Maschinen heute dienen zur Erklärung des Lebens.

Maschinen sind menschliches Handeln.

 

Bergson: Begegnungen. Kommunikation nicht nur Mechanismus.

Diese Majestät des Absurden, diese gebräuchliche Alltagssprache mit Ausdrücken. Es geschieht, gegen die Logik der Physik – zu verstehen ist, bedingt beim Rezipienten jenen Moment der „Atemwende“, in dem das „Medusenhaupt“ schrumpft und die „Automaten“ „für diesen einmaligen kurzen Augenblick“ versagen.

Industriell wird die Kunst verwertet und es bleibt das Beliebige.

 

 

Neue Felder

Ursache

Homo Faber der Mensch als Handwerker

Individuum

 

Unendlich, Groß und Klein.

 

Macht ist suspekt ambivalent.

Technik ist nicht gut oder böse, noch ist sie neutral.

 

Politisch: Wer bestimmt über die Macht?

Beziehung zur eigenen Natur

Transhumanismus Argosmythos

Mensch ist unvollendet und schafft seine Vollendung selbst.

 

Ist das Gedächtnis verloren, wenn die Gebrauchsanweisung verschwunden ist?

 

Ist eine Maschine ohne Funktion noch immer eine Maschine?

 

Technolatrie Technophobie

Wenn Maschinen nicht funktionieren, ist eine Katastrophe.

 

 

Menschautomat.

Buchdetails

Buch-ShopBelletristik & LiteraturAllgemein

Sprache: Deutsch

ISBN: 9783737516914

Format: DIN A5 hoch

Seiten: 192

Altersempfehlung: keine Altersbeschränkung (0 – 99)

Erscheinungsdatum: 18.11.2014

http://www.epubli.de/shop/buch/Menschenautomat-Manfred-H-Freude-9783737516914/41685

 

 

 
Dass der Mensch kein natürliches Wesen ist, sondern ein Artefakt, eine Maschine, ein homo-techné, ist unbestritten.
Von Medizinern und Ingenieuren immerwieder bestätigt.
Wie aber verhalten wir uns in Sklavenketten?
Als Marionetten–Spielautomaten, auf unseren Bühnen?
Wenn der Vorhang fällt; wenn das Licht ausgeht;
Bleiben wir stehen.
Wenn der Applaus niederschlägt, sind wir irritiert.
Was ist noch Menschliches?

Der Samen? Nein!
Zum Verrücktwerden meinen Sie? Vielleicht.
Vielleicht ist das Verrücktwerden die einzige Möglichkeit des Körpers mit etwas Menschlichem zu konfrontieren.

Was erwarten wir von unseren Kindern?
Die im Übrigen gezeugt wurden, in einem Vorgang, der bis in´s letzte Detail geklärt ist.
Was, bitte schön, ist daran Natur, frage ich?
Was übrigens ist Natur?
Sie ist eine Erfindung des 18. Jahrhunderts.
Gelehrte aus London, Paris, Berlin gingen in die Berge, in die Urwälder Afrikas und Asiens und erklärten den Eingeborenen: das alles sei jetzt Natur.
Das wussten die noch gar nicht.

Und heute? Alles umgegraben.
Jeder Baum umgepflanzt, jeder Stein umgedreht.
Bis auf 8000 m über Meereshöhe. Alles Himalaja, alles industrialisiert.
Sieht man vom Weltall: Der Himmel ist schwarz.
Schwarz und nicht blau (wie man von der Erde glaubt).
Und die Erde: Nichts von Natur.
Selbst die Wolken, die sich dort drehen –
Dreck und Chemie.

Und nun die Kinder, von denen wir sprachen.
Was haben die zu erwarten?
Zunächst, wenn sie nicht schon von Geburt mit Schläuchen, Apparaten und Maschinen konfrontiert wurden, werden in die gleichen Anzüge gesteckt.
Sie werden an die gleichen Ketten gelegt, die wir vorbereitet haben, ihre Beweglichkeit einzuschränken.
Die Listen, die abzuarbeiten sind,
Kindergarten, Schule, Beruf,
vom Leben bis zum Tod, die sind fertig.
Du sollst, du musst, du wirst.
Raum für persönliche Freiheit ist 14 Tage Urlaub im Jahr. Industriemäßig natürlich.
Wir schaffen eine neue Welt?
Bäume aus Beton die schöner sind, gleichsam die aus Holz die vorher da waren.
Klima? Machen wir selber.
Der Mensch, als Schöpfer seiner selbst und seiner Umgebung, ist der Schöpfer der Welt
aber dies nicht wie es gemeint, sondern: im wahrsten Sinn der Worte.
Schöpferische Macht total.
Lebenskunst ohne Selbstbegrenzung.
Nicht aufzuhalten.
Und dann die Frage nach der Wahl.
Recht und Pflicht und Normen.
Die Wahl ist bereits getroffen.
Alles läuft ab. Die Maschine. Selbst unser Gehirn läuft weiter, ist nicht abzuschalten.
Wir stimmen nur noch ab. Scheinwahlen.
Wer war dafür und wer dagegen?
Das Programm läuft.
Es gibt keinen Schalter zum Ein- und Ausschalten.
Es geht aber nicht um die literarischen oder filmischen Traumwelten von Zukunft.
Von Golem bis Matrix, von Frankenstein bis Lara Croft.
Es geht um uns, als reale Menschenautomaten.
Kopien von Kopien.
Alles Erscheinung statt Wirklichkeiten.
Was sollen wir noch urteilen, wählen?
Wenn wir doch wissen, das jeder Baum, jeder Berg, jede Wolke.
Ja das jeder Mensch künstlich. Ein Kunstwerk, ein Artefakt ist.
Der Mensch ist eine Maschine.

 

 

 

Technisch betrachtet ist der Mensch Maschine geworden, ökonomisch betrachtet Ware.

Die bürgerliche Aufklärung seit dem 18. Jahrhundert hat wahre Wunder bewirkt.

Wir denken, dass wir denken. Dabei liegen wir fest. Wir wissen nicht, wer wir sind.

Drüber müssen wir noch einmal nachdenken?

Wir sind krankhaft unheimlich. Nichts geht ohne die richtige Medikation.

Psychisch gestört müssen sich die Anderen vor uns schützen.

E.T.A Hoffmans Olympia ist kein Mensch, sondern ein Automat, eine „leblose Puppe“.

Diese Täuschung erlebt Nathanael als eine Bedrohung seiner Identität so stark, dass sie ihn in den Wahnsinn und Tod treibt.

Wer ist der Schlimmere, der Automat oder der Mensch? Oder der Menschenautomat?

Der künstliche Mensch wird zum Roboter.

 

 

 

ARTEFAKTE

Der Mensch arbeitet, verdient Geld, bringt es zur Bank, aber die Frage ist hier, handelt er natürlich? Wächst sein Handeln natürlich? Oder wird das, was von seinem Handeln übrig bleibt, nämlich die Schulden, sind diese nicht die Folge der Tätigkeit, eines bewusst gemachten Handelns, seiner Performanz, welche als Artefakt, letztendlich von seinem menschlichen Tun zurückbleibt? Der Mensch verschwindet und das, was zurückbleibt, ist lediglich sein Schatten. Nach einem Atomblitz bleibt lediglich der Schatten eines Menschen auf den kahlen Flächen zurück. So, wie wir ein Artefakt als ein Fundstück am Strand finden, so betrachten wir das ökonomische Artefakt, den Kontoauszug auf eingemachtes, Hergestelltes, als die Addition des Lebens. Das Artefakt ist das, (sind die Fakten) was der Mensch zusammenträgt. Das, was der Messie zusammen sammelt. Jedes Teil seiner Sammlung ist ein Artefakt. Andere nennen es einfach Müll. So wie wir Kontoauszüge einfach als Müll bezeichnen. Nur, auf dessen Namen ein Guthaben ausgewiesen wird, für den ist der Kontoauszug kein Müll, aber das ist ein anderer Fakt. Zwischen Natur und Artefakt besteht nur ein kleiner Unterschied. Die Schuld des Menschen ist sein Artefakt. Im Zeitalter des Netzes wird es immer schwerer Artefakte zu hinterlassen. Das hinterlassene Buch als ein Artefakt. Alle Festlegungen und Begriffe sind vage. Wenn wir sagen kein Buch mehr, so sagen wir ebenso das die Bücherstapel in den Handelsketten ebenfalls keine Bücher sind. An der Qualität eines Artefaktes werden diese gleichen Eigenschaften gefordert, wie die an einem Kunstwerk. Wollen Religionen keine Bilder hinterlassen, so wollen sie die Einbildungskraft, sowie die Menschen manipulieren. Ich gehe nun einmahl in meinen Überlegungen noch einen Schritt weiter. Wir finden am Strand verschiedene Gegenstände, von denen der eine ein Stein ist, während das andere Teil von einem Ziegelstein herrühren könnte. Zunächst bezeichnen wir das eine Teil als ein Natürliches, hingegen das andere Teil benennen wir als ein Artefakt. Wie können wir in unserer Anschauung aber sicher sein? Wie können wir wissen, dass wir die Objekte richtig sehen? Kant empfiehlt hier einen Perspektivwechsel. Eine Umkehr der Sichtweise. Der Gegenstand richtet sich nach unserem Erkennen. Also der Gegenstand wird erst von uns geformt. Die Dinge sind so beschaffen, wie wir sie sehen und was wir, in sie hinein, interpretieren. Ein Artefakt ist nicht nur dadurch artifiziell, das es von Menschen artistisch gemacht wurde, vielmehr als ein geistiges, abstrakt Gemachtes, so braucht es auch nur geistig einer Form.

 

 

 

Kommunikationsartefakte

Kalkül und Artefakt.

Die Sprache, nicht das Sprechen, sondern Reden und das Abgeben von Lautbuchstaben selbst, sind ein Kalkül. Worüber gesprochen wird und Art und Ziel der Dialektik gehören nicht zum Kalkül. Kalkül nenne ich hierbei einen durch Regeln annähernd beschriebenen Apparat, mit welchem kalkuliert werden kann. Sprache muss berechenbar sein. Begründend hierzu wird auch die Beschreibung eines Kalküls „Kalkül“ genannt. Was wir aber berechnen, muss nicht immer aufgehen. Wir stellen im Sprechen das Ergebnis hin und erwarten hierzu eine Rechenformel. Es kommt aber nicht auf die Aufgabe, noch auf das Ergebnis an. Vielmehr richtet sich das Ergebnis nach dem gesamten Kontext. Der Prozesscharakter zeigt sich von vorneherein im Denken. Wir beschreiben lediglich noch den Vorgang einer Lösung.

Das Sprechen eines Satzes ist ein Artefakt, wie jede Schrift und Sprache ein Artefakt ist. Wir können den Satz erkennen, wofür er gemacht wurde. Der Satz ist ein absichtlich modifiziertes Werkzeug. Der Akteur hat die Absicht, dass ein Akteur zu einem späteren Zeitpunkt die Absicht erkennt, dass die Eigenschaften des Satzes absichtlich modifiziert wurden. Der Schriftsteller oder der Sprecher will das sich die Menschen erinnern, der Dichter will mit seinem Werk etwas erreichen. Es schließt den Akt der Kommunikation ein. Indem der Dichter dem Leser die Worte in den Mund legt, spricht er dessen Sprache. Am Satz ist zu erkennen, wozu er gemacht wurde. Absicht ist zu erkennen und zwar eine Implizite. Der Leser reagiert, dass er zu einem späteren Zeitpunkt erkennt, dass die Eigenschaften vom Dichter, absichtlich modifiziert wurden als ein kommunikativer, sozialer Effekt. Das ein Satz bewusst gemacht wird ist unbestritten. Demgegenüber stehen direkte Nonsenssätze, die sozusagen unbearbeitet dahergeplappert sind. Die Sprache wird benutzt als ein Instrument ein Werkzeug, nicht als ein natürliches, als ein Artefakt, als ein absichtlich modifizierter Satz, der vom Rezipienten auch als solcher erkannt wird oder als ein Non Artefakt, man sagt etwas, weiß aber selbst nicht, was man redet, noch kann ein anderer etwas mit dem Gesagten anfangen. Es hat den Charakter als hätte man mit den Worten gewürfelt. Der Satz ist ein Artefakt in, sofern er ein Instrument ist, mit dem gehandelt werden kann. Der Satz ist ein absichtlich modifiziertes Werkzeug. Der Dichter hat die Absicht, dass ein Rezipient zu einem späteren Zeitpunkt erkennt, dass die Eigenschaften des Gedichtes, absichtlich modifiziert wurden, damit das Gedicht einen kommunikativen, sozialen Effekt erzielt. Der Dichter will mit seinem Gedicht etwas erreichen, indem er es herstellt, er will ebenfalls erreichen, dass sich Menschen daran erinnern, dass er das Gedicht hergestellt hat. Anhand des Gedichtes ist zu erkennen, wozu es gemacht wurde.

 

Ein Beispiel:

Höre ich die Geräusche eines Rennwagens, so höre ich nicht die Geräusche, also sagen wir: Lärm, vielmehr höre ich die Geräusche, die der Motor dieses Fahrzeuges erzeugte. Das sind Artefakte, ob ich mir dieser bewusst bin oder auch nicht.

Lese ich im Gegenzug den Satz eines Gedichtes, so höre ich nicht die Sprache des Dichters, sondern das, wie dieser Satz, in mir als solcher, durch den „Artefakt“, angefertigt und gestaltet wird. Was mir der Dichter sagen will, ist nicht das, was mir der Dichter sagt. Was denkt der Rezipient? Was meint der Rezipient, was der Dichter meint? Nicht diese Frage, was will uns der Dichter damit sagen, vielmehr vom Rezipienten her gedacht, was will uns der Dichter damit sagen, dieses ist die Antwort. Für die Bedeutung eines Gedichtes ist es belanglos, was der Dichter wohl gemeint hat.

 

Poetische Artefaktdefinition:

Ein Artefakt ist absichtlich hergestellt mit der Intention, als solches erkannt zu werden. Ein Kunstwerk ist ein Artefakt, das geschaffen wurde, einem Kunstweltpublikum präsentiert zu werden. Artefakte sind abstrakt. Gedichte sind abstrakte Artefakte. Im Artefakt zeigen sich die Absichten der Akteure. Sie werden als Artefakte erkannt, in dem sie im Anderen Überzeugungen hervorrufen. Ein Gedicht beginnt mit seiner Rezeption. Für seine Bedeutung liegen keine Absichten seines Autors vor. Voraussetzung für eine gute Interpretation ist, was der Leser meint. Darum sind auch vernünftige Texte, Missverständnisse und Unschärfe belanglos. Was mir der Dichter sagen will, ist nicht, was mir der Dichter sagt. Eine andere Erklärung wäre dogmatische Ontologie. 1. Wenn ein Gedicht ein Artefakt ist, hat es einen Autor. 2. Ein Gedicht ist ein Artefakt nur mit einem Autor. Dass ein Autor ein Gedicht schreibt, ist ein Artefakt. Diese Beschreibung nennt man Arbeiten. In der lexikalischen Bedeutung heißt das: „Absichtlich hergestellt mit der Intention das Es, als solches (Gedicht) erkannt wird“. Es bestehen kausale Verbindungen zwischen dem Gedicht als Artefakt und seiner beabsichtigten Funktion als auch zur produktiven Absicht des Autors in sein Artefakt. Man zitiert auf ein Artefakt, man stellt fest, dass gleiche Inhalte und Sinne übereinstimmen. Sätze zum Medium Sprache und seiner Unhintergehbarkeit treffen zu. Man bleibt aber unter sich, weil das Andere auch ein anderes Thema ist. Man schweigt also über das eine Thema, indem man darüber spricht und hybrid, indem man nicht davon spricht.

 

Cielo himmelblau Manfred H. Freude – 2004 CIELO himmelsblau sonett Ich habe diesen Himmel mir nicht ausgesucht den ewig hohen den unendlich blauen Es sind schon viele aufgefahren und kamen nicht zurück und auch die untergingen fielen tief. Wer sucht schon selbst den Himmel aus der ständig weint und brüllt und wenn er schlägt mit seinem Zorn Wohin soll ich mich wenden ohne Ort? Nur an den Straßen gibt es Halt doch warten wir doch vergebens oft Bewegen uns am gleichen Platz ein Leben lang. Ich bin nicht unter diesem Himmel Ich bin nicht unter diesem Blau Ich bin ein Stern wie alle dort hochfern